Montag, 14. August 2017

Rezension: Akihisa Ikeda: Rosario + Vampire Season II Band 10

Cover: Akihisa Ikeda
Rosario + Vampire
Season II Band 10
Verlag: Tokyopop
Der Band spielt einen Monat nach dem Ende der vorherigen. Tsukune und seine Clique haben die Zeit mit hartme Training verbracht und ihr verbündeter hat dafür gesorgt, dass die Truppe ins Hauptquatier von Fairy Tale ungehindert eindringen kann. Jedoch folgen daraus neue überraschungen. Moka hat die Zeit an diesem Ort verbracht. Ständig in einem Bannkreis gefangen, der eigentlich nur das Ziel hatte, das Siegel aufzuheben und damit Alucard zu erwecken. (Wir erinnern uns: Fairy Tale will nichts anderes als die Vernichtung der Menschheit.)
Jedoch geht dieser Plan schief und nachdem sich die Bösen als eine Art Nazi-Organisation endgültig geoutet haben und die Truppe muss sich durch die einzelnen Stockwerke metzeln, um ihr Ziel zu erreichen.

Ich hätte nie gedacht das sagen zu können, aber Band 10 ist nichts anderes als der Beginn eines gewaltigen Dugeoncrawls in einer fliegenden Festung. Und wir isnd in diesem Band (und den nachfolgendne vermutlich auch noch) in kondensierter Form näher an der ursprünglichen, ersten Season, als man es erwarten könnte. Es wird immer wieder angedeutet, dass jeder einzelne der jeweiligen Freunde besondere, neue Fähigkeiten erlernt hat, die ihm oder ihr den Kampf vereinfach könnten. Und dementsprechend werden wieder einmal Unmengen an durchdrehenden Yokai mit übermächtigen Fähigkeiten auf die Truppe losgelassen. (Und in gewisser Weise entpuppt sich Fairy Tale als eine etwas verdrehte Variante der Situation, die auf der Schule geherrscht hat. Ständig dreht irgendjemand durch, der seine Wut bis jetzt noch nicht Richtig auslassen konnte und je tiefer der Trupp ins innere Eindringt, desto mehr kommt es zu einem richtigen Monster of the Week, das sich mit einem gesonderten Interesse an den Freunden abreagieren will.

Band 10 ist damit wirklich eine Rückkehr zur urkomischen Präsentation von Gewalt, wie sie bislang irgendwie immer Teil der ganzen Geschichte war. Fairy Tail entpuppt sich als ähnlich chaotischer und beinahe unkoordiniert wirkender Haufen, wie es bislang die Yokai High in der ersten Season der Serie war. Nur mit einer Dominatne Anführerin (und einem besonders mächtigem Monster der Marke „Atombombe“ im Keller. Also so viele Unterschiede gibt es in diesem ganzen Chaos eigentlich nicht. Die Frage dabei ist nur, wie geht es weiter? (Und natürlich auch, was die einzelnen Personen aus dem Training des letzten Monats in der Spiegelwelt so an neuen Tricks erlernt haben.) Das Ganze wirkt auf eine unglaublich pretentiöse Weise spaßig… und aus irgendeinem Grund auch Trashig, weil man hier auf eine dermaßen billige Weise Gegner präsentiert bekommt, dass ich fast an meinen Besuch im Power Rangers Kinofilm zurückdenken will.

Fazit

Seihen wir ehrlich: Die letzten beiden Bände waren Inhaltlich unglaublich schwach gewesen. Allerdings bringt das dieser zehnte Band jetzt umso potentierter wieder ins Spiel. Das Ganze ist wirr, es ist hochgradig bescheuert. Es macht wieder Spaß den Band zu lesen. (Allerdings befürchte ich, dass spätestens jetzt ein ganzer Haufen Probleme auftreten werden, weil nur noch vier Ausgaben existieren, um die gesammte Geschichte zu Ende zu erzählen. Von daher dürfte das Ganze dann wahnsinnig schnell einen abgewürgten Charakter bekommen, oder sonst wie unvollständig werden … tja, oder es wird noch ein Meisterwerk, an das man sich lange zurückerinnern kann.)

Heißt wohl ab jetzt: Abwarten und Tee trinken.

Montag, 7. August 2017

Geschichten der ewigen Vertreibung [Karneval der Rollenspielblogs]

Kommen ein Cowboy, ein Indianer und ein Kavallerist in einen Saloon: Alle Tot.




Zornhau ruft drüben auf seinem Blog zum Karnevald er Rollenspielblogs zum „Genreübertretendem“ Thema Western auf… und schwups stehe ich hier mal wieder mit gehobener Augenbraue und überlege, wie ich diesmal meinen Widerspruch ein wenig freundlicher formuliere, als ich es vermutlich noch – durch gegenseitiges Anstacheln bedingt – vor einigen Jahren getan hätte. (Zornhau und ich haben da so unsere Vergangenheit in verschiedenen Foren.)

Der Punkt bei der Sache ist nämlich, dass wir in unserem Hobby – auf der Suche nach „Helden“-Geschichten – sehr schnell einen zu engen Fokus auf bestimmte Elemente setzen und dabei dann aus einem Genre, dass genau das Gegenteil von Helden-Elementen darstellt, mit einem mal eine Heldenreise heraufstilisieren. (Man könnte auch sagen: Im Internet steht, dass die Bundeskanzlerin eine Reptiloidin sei. Entsprechend auf diese Aussage empfängliche Personen suchen dann nach entsprechenden Hinweisen, die diese Wahrheit bestätigen würden.) Von daher würde ich persönlich von Vornherein mit der These aufwarten, dass eher andere Genres, die eher typisch sind für die Heldenreise, ihre Lesart ins Westerngenre übertragen haben.

Das hat allerdings einen bestimmten Grund, der aus dem Umstand kommt, dass man Heutzutage „den Western“ unter dem Aspekt eines Entstehungsmythos von Amerika untersucht. (Und Amerikas Geschichte ist in letzter Konsequenz eine Geschichte der Zivilisierung, der Industrialisierung und in allerletzter Konsequenz: Des positivem Rechts.) Und damit fangen jetzt also die eigentlichen Probleme an. (Ich werde gelegentlich auf den einen oder anderen Film eingehen, der aus dem Western-Genre direkt entstammt… inklusive neuester Tarantino-Auslegungen, aber das sei hier nur am Rande erwähnt.)

Ich gehe davon aus, dass das Basis-Klischee der White- and Black-Hats allgemein bekannt sein sollte? Diese Idee aus der frühen Western-Zeit, die durch einen Farbcode Gut von Böse zu trennen suchte? Der Punkt, der diesen Farbcode unter gewissen Umständen so notwendig macht ist eher darin zu sehen, dass hier nicht Gut gegen Böse aufeinandertreffen, sondern lediglich zwei gleiche Positionen eine Meinungsverschiedenheit klären. Der Grund, warum ich diesen Ansatz so lese, ist der, dass das Genre des Western immer eine gewisse Lösung als Höhepunkt sucht, um aus einer vertrackten Situation herauszukommen: Die Gewallt auf öffentlicher Straße, unabhängig von jeglicher Justiz. Der Grund dafür ist darin zu sehen, wie die Zivilisation innerhalb des Westerns funktioniert: Mit dem Aufkommen der Eisenbahn werden immer schneller Informationen übertragen. Das heißt aber auch: Durch den maschinell bedingten, schnelleren Austausch ist auch ein erfassen von Straftaten innerhalb eines juristischen Kontext möglich, wo vorher „nur“ das Recht des Schnelleren mit der Waffe gezählt hatte. Gerechtigkeitsempfinden anstelle von Recht. Das bedeutet aber auch: Siedlungen im Westen sind in erster Linie Ansammlungen von ausgestoßenen. Mal mehr oder weniger in der Lage sich zu verteidigen. (Und aufgrund bestimmter Ehrencodices eher nicht in der Lage sich zu verteidigen, wenn die Leute mit den schwarzen Hüten auftreten.)
Das Bedeutet aber in letzter Konsequenz aber nicht, dass die entsprechenden Moralvorstellungen der „Siedler“ keine Hilfe von weniger Moralisch gefestigten Persönlichkeiten aufweisen.
Technisch gesehen scheint der Western als Genre sogar eher darauf aufzubauen, dass irgendwie jeder mit einem Revolver bewaffnete Mensch abrechnungen mit dem Gegenüber zu tun hat.
Wenn wir uns Beispielsweise den Klassiker „Pale Rider“ mit Eastwood ansehen, so gibt es hier anscheinend die Geschichte einer Abrechnung zwischen dem Prediger und „Marshall Stockburn“, die aber auf Basis der Rache, die eiskalt serviert wird, entsteht. Überhaupt ist die Unabhängigkeit und das „einsamer Wolf“-Syndrom der meisten Western-Helden weniger ein romantischer Aspekt, sondern viel mehr eine Notwendigkeit: Am Ende von „The Searchers“ verlässt die von John Wayne verkörperte Rolle des Ethan Edwards wieder die Zivilisation, weil er zum einen die Überreste seiner Blutsverwandten wieder zusammengesetzt hat, aber zum anderen aufgrund seines eigenen Hasses gegenüber den amerikanischen Ur-Einwohnern nicht mehr in diese zivilisierte Gruppe passt. Nicht zu vergessen, dass laut Meinung des Texas Rangers vor Ort sehr viele Steckbriefe auf den Mann passen könnten. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Prediger, dessen Namen und Vergangenheit man niemals erfährt, der aber die Liebe des Mädchens Megan zurückweist. (Den Grund dafür erfährt man indirekt in Tarantinos „Django Unchained“: Die Frau zwingt einen Menschen zur Sesshaftigkeit und zum verweilen. Am Ende holt einen solchen „treusorgenden Familienvater“, der weit außerhalb der zivilisierten Welt lebt und seine Tochter großzieht das positive Recht in Form von Djangos Kugel ein… soviel zur Dekonstruktion.)

Der definierende Punkt bei dieser Sache ist aber, dass dieses Außerhalb der Zivilisation und ohne Kind und Kegel leben ein ständiges Problem darstellt: Die Zivilisation braucht Platz. Und den holt sie sich andauernd. (Wodurch die Eisenbahn ins Spiel kommt.) Anders ausgedrückt kann man auch sagen: Die Helden des Western müssen, gerade weil sie ihre Probleme mit Recht (und Moral) haben außerhalb des Rechts-Raumes leben. Das heißt übersetzt: Die Geschichte des Western ist keine Heldenreise. Es handelt sich hierbei fiel mehr um eine Ansammlung von Geschichten der ständigen Verteibung von „Verbrechern“. Das hat dann aber auch direkt etwas zur Folge: Irgendwann holt die Zivilisation Einen ein. Wodurch auch das „Recht des Stärkeren“ mit einem mal jegliche Bedeutung verliert und gegen das positive Recht ausgetauscht wird. (Aus diesem Grund verlieren aber auch Wertvorstellungen ihren Platz in dieser neuen Welt. Und das stellenweise aus gutem Grund. Gelegentlich verraten einige Personen sogar ihre Prinzipien, weil sie einsehen, dass ihr entsprechendes Leben nichts ist, dass auf lange Sicht „gesund“ für die Mehrheit der Menschheit ist, was dazu führt, dass man den Fortschritt der Zivilisation beschleunigt, wie es John Wayne inThe Man Who Shot Liberty Valance“ tat.) Was dann aber auch bedeutet, dass die letzten Rechnungen teilweise exakt in dem Moment beglichen werden müssen, in dem die Zivilisation den Westen entwildert, wie es Harmonica in „Once Upon a Time in the West“ an Frank vollzieht… und kurz darauf die Eisenbahn tatsächlich in den Bahnhof einfährt.
Der letzte Moment, der dann noch übrig bleibt ist der Augenblick, an dem die Zivilisation alles bedeckt und die Revolvermänner keinen Rückzugsort mehr haben. Als „The Shootist“, der danach noch übrig bleibt, gibt es eigentlich nur noch eine Möglichkeit: Sich selbst und alle, die noch übrig sind von diesem seltsamen, alten Ehrencodex aus der Gleichung zu nehmen. Auf die Weise, die man kennt: Mit den letzten Kugeln, die noch im Revolver enthalten sind.

Was heißt das jetzt für andere Genres?

Mit D&D gesprochen: Man befindet sich weniger auf der gesetzestreuen Ebene des Systems, sondern spielt mehr mit den Nuancen des Bösen… oder man ist durch die Bank weg Chaotisch.
Von daher ist auch dieser ständige „Das nächste Firefly“-Rollenspiel-Geblöke, mit dem derzeit einige SciFi-RPGs auf sich aufmerksam machen wollen purer Blödsinn. Durchschnittlich fehlt den Meisten nämlich das ständige Zusammenspiel aus Zivilisation und Flucht. (Reines Entdecken ist da doch zu wenig.)
Das heißt in diesem Fall aber auch, dass jegliche Form von „Abenteuerromantik“ des Wilden Westens immer unter dem Aspekt Recht kontra Überzeugung zu betrachten ist: Welcher Grund für einen Rachefeldzug besteht? Wer hat einen Vorteil bei einer Handlung der Charaktere? Welche Rechtsgrundlage führt letzten Endes dazu, dass die entsprechenden Personen gegen das Recht verstoßen? Und vor allem: Welche Entbehrungen durchleiden sie, um ihre Art zu leben aufrecht zu erhalten?

Von daher: Ja, ich glaube dass man Western-Thematiken durchaus schaffen könnte, um sie in anderen Genres aufzubauen. Aber ich glaube auch, dass den meisten Leuten nicht wirklich bewusst ist, was genau die Meta-Ebene am Ende sein könnte, auf der man Western dann wirklich definiert.

Montag, 31. Juli 2017

Review: Valerian. Die Stadt der tausend Planten

Man nehme Luc Besson, eine uralte franko-belgische Comic-Serie und danach einen ganzen Haufen CGI als Blendwerk. Und schwups: Man könnte beinahe meinen, dass das ganze ein guter Film sein könnte. (Und trotzdem nicht mehr daneben liegen.)
Also, was haben wir da eigentlich vor uns? Alles beginnt damit das mit einem ganzen Haufen Szenen (und Untermalung von David Bowies „Life on Mars“) die menschliche Raumfahrt in Kombination mit dem Basenbau im All zu sehen ist. (Und unzählige Male wird die ständige Frage, wie man sich jetzt eigentlich begrüßt, wenn man es mit Extra-Terrestrischen Kulturen zu tun hat, erneut aufgestellt und bringt „neue“ Erkenntnisse dabei herum.)
Die nächste Szene zeigt dann eine paradisische Welt, auf der ein haufen geradezu ätherischer Wesen ihr normales Leben auf dem Planeten Mül (der aus irgendeinem Grund „Mu‘El“ ausgesprochen wird) leben… bis die Apokalypse in Form von herabstürzender Raumschiffe über sie hereinbricht. Eigentlich schaffen es alle überlebenden, sich irgendwie in einem der Wracks in Sicherheit zu bringen. Bis auf ein Wesen, dass mit einer absurden Geste Energie ins Universum abschießt, die dann ausgerechnet auf Valerian trifft, der an einem Strand liegt und wie aus einem Alptraum erwacht.
Und das ist nur der Auftakt, der die gesamte Geschichte rund um Valerian und Laureline (dargestellt von Cara Delevigne, die man bis dahin eigentlich nur aus Suicide Squad kannte) erst ins Rollen bringt. Kurz zusammengefasst kann man sagen: Es geht um die (nicht wirklich glaubwürdige Beziehung) zwischen Valerian und Laureline, ein spezielles Tier mit der Fähigkeit einmal verfütterte Gegenstände beinahe Unendlich zu replizieren, und eine Verschwörung, die die Anfangs erwähnte „Raumbasis Alpha“ in den Untergang zu schicken droht.
Länger ausgebreitet (und vermutlich nur für Rollenspieler verständlich): Mit seinen ständigen, aggressiven Flirtversuchen versucht der eher dämlich wirkende Valerian bei seiner Partnerin zu Punkten, während die beiden einen McGuffin durch die komplette Geschichte schleifen, der Dreh- und Angelpunkt für fast die komplette Handlung ist. Dabei werden die ätherischen Aliens bei einem Überfall mit auf den Verteidigungsrat gezeigt, wobei das erste logische Problem auftritt: Man weiß wer sie sind (Perls), man weiß aber auch nicht wer sie sind… respektive: Was sie wollen, wo sie herkommen, etc. (Im Grunde genommen bewegt sich dieser gesammte Subplot rund um die Perls um eine angedeutete wissende Unwissenheit, bei der man sich ernsthaft fragt, ob hier nicht jemand im Vorfeld nochmal korrigierend durchs Drehbuch drüber gelesen hatte… oder ob hier einfach nur jemand beim Finalen schneiden auf dem Cutter-Tisch ein paar Szenen im betrunkenem Zustand hat unter den Tisch fallen lassen, wo eigentlich wichtige Exposition hätte betrieben werden müssen.)
Und dann ist dort diese Verschwörung rund um die „tote Zone“, die scheinbar die Raumstation gerade zu verschlingen droht. Angeblich seien mehrere Teams losgschickt worden, um das Gebiet zu erkunden, aber niemand kehrte zurück. (Trotzdem hatte bis dahin keiner Evakuierungsmaßnahmen scheinbar für Notwendig gehalten.) Und wenn man ganz ehrlich ist: So wirklich Sympathisch ist einem auch keiner der spielenden Charaktere, allerdings hat man den Anthagonisten des Films schon ziemlich schnell identifiziert, auch wenn man nicht unbedingt sofort weiß, was der jetzt so Bösewichtiges eigentlich getan hat. (Das heißt: Eventuell doch. Zumindest sobald man ein paar mehr Details über die Mül-Story spätestens erfahren hat.)

Also insgesamt zusammengefasst: Die Story für sich allein betrachtet ist Mist.

Dummerweise hat Luc Besson sich allerneuster CGI-Technik bedient und damit einen unglaublich pompösen Grafik-Blender erschaffen, der einem aus dem Staunen nicht mehr herausbringt. (Und das macht die Sache so unglaublich schade: Denn rein für die gewalltige Bildwelt, die Besson da im Computer generieren ließ lohnt sich das Ticket fürs Kino schon. Man muss nur Oropax mitnehmen, um den ganzen Rest auszublenden.)

Im übrigen ist mir, während ich meine eigenen Gedanken zu dem Film noch am Ordnen war eine andere Kritik noch aufgefallen, die sich eher an der widersprüchlichen Entfernungseigenschaft aufhing. Und das war in diesem Fall noch nicht mal großartig Problematisch: Denn in den beiden Geschichten, in denen es um Entfernung ging, wurden unterschiedliche Konzepte diskutiert. (Um genau zu sein: Auftrag erledigt, aber zu spät am Rendezvous-Punkt vs. Kann Gerechtigkeit wirklich warten? Und sind Behörden des Rechts dafür wirklich die richtigen Ansprechpartner?)

Wie gesagt: Die Story versucht sich an der Beziehung zwischen Valerian und Laureline aufzuhängen und erhängt sich daran.

Fazit


„Hätte man doch mehr Geld in ein überzeugenderes Drehbuch gesteckt.“, ist so ziemlich das schlimmste Klischee, was Action-Filme seid den 90ern anhaftet: Leider bewahrheitet es sich hier nur allzu gut. Insofern ist es schade, dass die – mWn – zweite Filmumsetzung eines Comics aus der frankobelgischen Ecke (der erste dürfte wohl Immortal gewesen sein) so dermaßen ins Wasser gefallen ist. Die künstlichen Bilder sind wirklich wunderbar. Nur bei der Geschichte geht man aus dem Kino und denkt sich nur noch „What the Fuck?“

Montag, 24. Juli 2017

Rezension: Akihisa Ikeda: Rosario + Vampire Season II Band 09

Cover: Akihisa Ikeda
Rosario + Vampire
Season II Band 09
Verlag: Tokyopop
Nachdem im achten Band Mokas Origin Story formuliert wurde, wird in Band 9 jetzt der Plot neu aufgerollt. Es kommt, wie es so typisch ist, zum großen Kampf. Wenn auch eher zwischen dem Unbesiegbarem des Ostens und Akua, der allerdings in einem gewalltigme Patt endet, an dessem Ende sich Moka mit einer gewaltigen Migräne „gesegnet“ in die Gewallt ihrer Halbschwester übergibt. Es folgt ein Abgang mit dem Luftschiff.
Der Rest der Clique Rund um Tsukune will natürlich Moka wieder befreien und bekommt wiederwarten eine kleine Hilfestellung von einem alten Bekannten, der ebenfalls einen Fairy Tale hintergrund hat, allerdings einem anderen Zweig angehört als Akua. Jetzt ist dummerweise im letzten Band auch offenbart worden, dass Tsukune eigentlich nur Gefühle für Moka hegt, dass einige wenige Individuen in des Harems nicht ganz so gut aufgreifen. Jetzt geht es letzten Endes darum das Teenie-Drama noch ein wenig zu perfektionieren, wei man so schön sagt. Und deshalb wird nochmal Tsukunes Ghoul-Problem aus der Mottenkiste geholt und für Kurumu ein paar neue Beweggründe, die sehr stark an eine Obsession erinnern formuliert.

Wir sind wieder mal in einem Band der Sorte „Zwischendurch“. In der Geschichte werden ein paar noch bislang lose Fäden aufgegriffen und angefangen neu verknüpft zu werden. Es ist klar, dass man in diesem Text eher oberflächlich einen Plot schreibt, der eindeutig Vorhersehbar ist. Es geht darum mehr Kraft zu erlangen, um auf dem Weg jemanden zu besiegen, der als unbesiegbar präsentiert wurde. Und genau deswegen führt man eine Geschichte ein, in der es darum geht, wie man mehr Kraft erlangt, um einen verzweifelten Kampf zu führen. Das das Ganze dabei natürlich so unglaublich schlimm Abgedroschen ist, brauche ich wohl gar nicht zu erwähnen. Vor allem hier bemerkt man, dass die Serie ursprünglich für ein sehr junges Publikum verfasst wurde.

Fazit


Der Band ist Nett. Nicht überragend, aber nett. Es ist dieses typische seltsam verquere Form von oberflächlichkeit, die entsteht, wenn man bemerkt, dass etwas nicht ganz so funktioniert, wie man es sich gerne wünscht und deswegen ein Projekt vollsätndig aufboren und mit deutlich mehr Hintergrund versehen muss. Außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, wie man Akuas Motive letzten Endes deuten soll. Es ist jedenfalls alles von der Art her irgendwie bescheuert aufgebaut. (Und ich erwarte im Moment eher, dass es langfristig eher schlimmer wird. Aber besser? Das muss man wohl abwarten.)

Montag, 17. Juli 2017

Rezension: Kai Meyer: Die Krone der Sterne [Kindle-Edition]

Cover: Kai Meyer
Die Krone der Sterne
Verlag: Fischer Tor
Hey… ein wenig Space Opera-Artige Lektüre, dachte ich, als ich das erste mal von diesem Buch hörte.

Die Krone der Sterne dreht sich um Iniza Talantis, eine junge Baroness, die nach diversen Tests auserwählt wurde, als eine Art Faustpfand, eine sogenannte „Braut“ ihres Klusters im Weltraum (den sogenannten Baronien) der Gottkaiserin des Reichs von Tiamande zugeführt zu werden. Dann gibt es da noch Glanis, seines Zeichens Hauptmann und heimlicher Geliebter von Iniza, der mit ihr einen Plan ersponnen hatte, von dem Schiff zu fliehen, dass die junge Baroness nach Tiamande bringen soll. Und dann kommen im weiteren Verlauf der Handlung noch Kranit, der als „letzter Waffenmeister von Amun“ bezeichnet wird und Shara Bitterstern, eine „Alleshändlerin“ mit kurzer Lunte die eigentlich nur ihr Raumschiff nach entbehrungreichen zwei Jahren in einer Strafgefangen-Kolonie wieder haben will, hinzu. Diese Quartet aus seltsamen Individuen, die allesamt teilweise zueinander wiedersprüchliche Ziele verfolgen werden in einen Plott geworfen, in dem es eigentlich die ganze Zeit nur um die Erfüllung von irgendwelchen Träumen geht. Das ist allerdings der eher Nebensächliche Teil.

Wovon dieser erste Band lebt ist viel mehr die Andeutung des sehr umfangreichen Universums und des Hintergrundes, der überhaupt erst dazu geführt hat. (Und der im Verlauf dieses ersten Bandes wenn überhaupt nur angedeutet wird.) Die Grundlegende Macht stellt das Reich von Tiamande dar. Dieses wird, wie Angedeutet, von einer Gottkaiserin regiert. Aber die entscheidende Symbolik sind viel merh die s.g. Kathedralen: Riesige, scheinbar aus unterschiedlichen Raumschiffen zusammengeschweiste, fliegende Festungen, deren Oberfläche von Unzähligen überlebensgroßen Statuen übersäht sind, die für längst vergessene mythologische Figuren stehen. Das innere dieser Kathedralen wird von zwei Fraktionen bedient: Den Paladinen, welche Fußsoldaten des Hexenordens von Tiamande sind und den Mitgliedern des Hexenordens selbst: Eine technik-feindliche Sekte, deren Mitglieder allesamt weiblichen Geschlechtes sind und ein weit entferntes, schwarzes Loch anbeten, dem zu Ehren ein jedes Mitglied des Ordens ein Auge chirurgisch entfernen ließ, um eine symbolische Darstellung dieses kosmischen Phänomens darzustellen.
Dann gibt es die Andetuung, dass vor hunderten von Jahren eine Galaxisumspannendes Reich von Maschienen-Wesen erobert wurde, die scheinbar nur den Haß auf alles organsiche Kannten und ihre Schöpfer auslöschten. In letzter Konsequenz aber von den Hexen besiegt wurden, die seitdem jeglichen technischen Fortschritt unterbinden. (Die direkte Folge daraus ist, dass jedes betriebsbereits Raumschiff ebenfalls Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende alt ist. Und stellenweise macnhe Personen auf das Alter einzelner Komponenten ihrer Schiffe besonders stolz sind.)
In diesem Chaos rebellieren Piraten als einzige Macht gegen den Hexenorden auf, der nichts weiter als eine weitere Tyrranei zwischen den Sternen darstellt, die eine andere Tyranei abgelöst hat. Und es gibt unterschiedliche religiöse Fragen, die in irgendeiner Weise immer wieder auf einer anderen Ebene die Frage nach der vermeitlich richtigen Idiologie stellen und dabei das Universum auf einer scheinbar anderen Ebene interpretieren: Die einen Magisch, die anderen in einem geringen Maße Wissenschaftlich. (Wobei jede Seite scheinbar nur Gerüchte über die jeweilige Position der jeweils anderen hat.)

Und da kommen wir dann zum Kern der ganzen Geschichte: Die Krone der Sterne betreibt ersteinmal so etwas wie Worldbuilding. Und zwar wird hier über das Stilmittel des Gerüchtes ein ganzer Haufen Exposition betrieben. Im Kern ist das aber etwas ganz anderes: Wenn man Meyers Alter mit einberechnet ist er mit einer ganzen Menge an Filmen und Geschichten groß geworden, die irgendwo hier vermutlich ihren Konterpart gefunden haben: Ich lese hier irgendwie stellenweise Andeutungen Star Wars und Kampfstern Galaktika. Eventuell auch ein wenig Terminator und andere, ähnliche popkulturelle Phänomene, die Kindeheit und Jugend von Menschen geprägt haben, die in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts groß geworden sind. (Technisch betrachtet haben wir hier also so etwas wie die ganzen Italo-Trash-SciFi-Filme, die auf der Star Wars Welle in den 80ern geschwommen sind vor uns. Nur anders.)
Insofern macht die bereits angedeutete Exposition in dem Bereich sehr viel Sinn. Wir haben hier einen Haufen halbwegs vertraut wirkender Puzzlestücke, die zueinander entweder im Wiederspruch stehen, oder bei der bereits aufgebauten assoziation eventuell eine andere Bedeutung bekommen. In diesem Buch geht es also ersteinmal um eines: Eine Form von Wissen aufzubauen, das dazu führt, dass die ganzen vertrauten Elemente in dem neuen Licht erscheinen, das einen eigenen Sinn ergiebt.

Womit wir zum Stil kommen: Ich weiß nicht, wie Kai Meyer normalerweise schreibt. Technisch liest sich die ganze Geschichte irgendwie holprig. Die einzelnen Szenen klingen stellenweise wie eine Aneinanderreihung von einzelnen Momenten, die einfach so zusammenkommen, ohne dabei immer eine besondere Bedeutung haben. (Oder halt eben jeweils für sich stehen.) Das kann eine absichtliche, stilistische Wahl sein. Wenn man die Art der Geschichte betrachtet könnte es sich dabei tatsächlich um den Versuch handeln entsprechende Erzählweisen zu immitieren, wie sich für die entsprechenden Geschichten typisch sein könnten. (Auch wenn hier die eigentlich zu erwartende „Heldenreise“ gefühlt irgendwo ausbleibt. Wir haben hier eher eine ganze Menge einzelner Anti-Helden, die sich häufiger Gegegenseitig „auf Maul“ geben.) Und die Geschichte lässt einen unbefriedigt zurück, weil sie so aufgebaut ist, dass sie scheinbar eine Fortsetzung automatisch verlangt. (Es bleibt also abzuwarten, ob Meyer hier weitere Bände folgen lässt.)

Fazit

Was soll ich zu diesem Buch also sagen: Wir haben hier eine ganze Menge Seiten voller Handlung, die ich eigentlich mögen möchte. (Ich kann auch nicht so ganz den Finger drauf halten was es ist: Aber irgendwie gefällt mir einiges Stellenweise dann doch nicht.) Das Ganze ist durchaus Lesbar, keine Frage, aber halt eben dann doch nicht bis zum Schluß immer „berauschend“. Es fehlt irgendwo der intrinsische Witz. Vor allen Dingen: Wäre das hier ein Computerspiel könnte man die bekannte Floskel: „Genrefans können unbedacht zugreifen, alle anderen spielen Probe.“ verwenden und würde damit noch nicht mal lügen. Das Buch kann nicht wirklich packen, aber es lässt einen dann trotzdem auf diese unglaublich unebfriedigende Art zurück, bei der man da sitzt und sich fragt, ob dass jetzt wirklich schon alles gewesen sein soll.

Wie gesagt: Es bleibt abzuwarten, ob hier ein weiterer, zweiter Band erscheint. (Und vor allen Dingen, ob der etwas mehr tiefe in die eigentlich Handlung bringt. Für den Augenblick wissen wir nach diesem Band zumindest, wie diese neue Welt eines eigenen Space-Märchens zu funktionieren scheint.)

Montag, 10. Juli 2017

Vampire im wirklichen Leben [Karneval der Rollenspielblogs]


Erinnert ihr euch noch an die ungewöhnlich bunt angestrichene, irgendwie an griechische Statuen erinnernde, großbrüstige Venusfigur auf dem Hinterhof des Erbdrostenhofs in Münster? Nein?
Nun: Dann seid ihr eindeutig nie Mitglieder der münsteraner Vampire Live Domäne „Chronik Schattenspiel“ gewesen. Innerhalb dieser speziellen Interpretation von Münster in einer Welt der Dunkelheit kam es zu einem Ereignis, dass dafür verantwortlich war, dass eine entsprechende Statue aus weißem Mamor auf dem Hinterhof des Erbdrostenhofs geparkt wurde, was wiederum dafür sorgte, dass zwei ehemalige Ventrue-Ghulinnen in einer Nacht-und-Nebelaktion unter Aufsicht ihres malkavianischen Herren eine korrigierende Anpassung nach historischem Vorbildern durchführten.

Der Grund, warum ich diese kleine Anekdote aus den Analen meiner langjährigen Laufbahn als Malkavianer mit kunsthistorischem Hintergrund zum besten gebe ist der diesmonatige Karneval der Rollenspielblogs. Der gute Thilo von der Nerd-Wiki will also was über das Rollenspiel im wirklichen Leben hören? Das kann er haben.
Live-Rollenspiel hat ja diesen kleinen Vorteil, den wir im Zusammenhang des Pen&Paper-Hobbys normalerweise in dieser Form nicht haben: Die Charaktere werden von den Spielern in ihrer performativen Art und reinen Körperlichkeit dargestellt. Spontan und in reiner Improvisation.
Unter regulären Bedingungen heißt das aber auch: Die Mitglieder der Domäne treffen sich einmal im Monat, um Vampire zu spielen. An einem Ort, der über die Kontakte der jeweiligen Mitglieder der Domäne organisiert werden kann und der dann meistens etwas anderes darstellen muss. (Vom bereits erwähnten Erbdrostenhof hatten wir dabei auch noch gelegentlich einen Saal des Hotels Kaiserhof oder die fiktive Lokalität Namens „Crokodile“.) Dieses „So tun als ob“, welches ja in vielerlei Hinsicht tatsächlich den Kern unseres Hobbys darstellt funktioniert natürlich so lange, wie man sich nur unter sich befindet.

Jetzt kommt allerdings noch eine Kleinigkeit hinzu, die Münster ausmacht: Die Stadt hat nicht nur eine weltberühmte Kunstakademie, die regelmäßig Studenten aus Korea anzieht und eine alle zehn Jahre stattfindende, die ganze Stadt umschließende Ausstellung, die international im selben Atemzug mit der Dokumenta in Kassel und der Bienale in Venedig genannt wird. (Und zufölligerweise dieses Jahr wieder die Leute in Scharen gen Münster pilgern lässt.) Nein: Einmal im Jahr findet eine große „Nacht der Museen“ statt. Innerhalb eines festen Zeitraumes der sehr spät anfängt und noch viel später aufhört sind beinahe sämtliche Museen & Galerien kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (Und das Picasso-Museum deswegen überrannt.)

Jetzt muss man sich der Logik hinter Vampire stellen: Eine der grundlegend wichtigsten Überlebensregeln ist die Maskerade. Wer dagegen verstößt ist so schnell Tot, dass er nicht mehr großartig „Kain“ schreien kann. Darauf aufbauend ist fürs Vampire Live die Nacht der Museen also eine unglaublich spannende Möglichkeit für eine sehr spezielle Übung in Maskerade: Die jeweiligen Spieler sehen sich dazu gezwungen, sich mit den jeweiligen Exentriken ihrer jeweiligen Charaktere innerhalb einer wirklichen, uneingeweihten Umgebung darzustellen. (Und das kann durchaus zu einigen kuriosen Ergebnissen führen.)

Ich will jetzt natürlich nicht leugnen, dass wir - zumindest solange die einzelnen Mitglieder ihren Wohnort innerhalb Münsters hatten - uns auch so regelmäßig außerhalb des monatlichen Treffens auch einfach so Nachts auf der Straße getroffen haben, um Vampire im kleinen Kreis zu spielen. Aber gerade die komplette Domäne auf einmal zusammenzutragen ist dann doch nochmal etwas ganz besonderes. Da sind dann die beiden Ahnen, welche ihr jeweils komischen Verhaltensweisen besonders in den Vordergrund stellen. Der Malk, dem man auf keinen Fall losen Papierblätter in die Hand drücken darf und irgendwo dazwischen alle anderen versponnenden Personen in ihrer jeweils auffälligen Kleidung. Und die Frage, die sich dabei stellt ist immer: Fällt so etwas auf?
(Die Antwort, die wir irgendwann mal aus einer anderen Quelle erhalten haben, lautet „Ja!“.)


Insofern ist es also durchaus ein spannender Ansatz, ein wenig wirkliches Leben ins Live zu bringen. (Man muss dann nur den entsprechenden Ort und Platz haben, um damit zu experimentieren… und man sollte es natürlich nicht eskalieren lassen.)

Montag, 3. Juli 2017

Rezension: Akahisa Ikeda: Rosario + Vampire Season II Band 08

Cover: Akihisa Ikeda
Rosario + Vampire
Season II Band 08
Verlag: Tokyopop
Ich nehme alle szurück un dbehaupte das Gegenteil: Wenn ich sagte der letzte Band sei nur eine Zwischensequenz um den Zeitrahmen zwischen zwei Ereignissen zu erschaffen, habe ich wohl ein klein wenig untertrieben. In Wahrheit stellt der siebte Band die Grundlage, welches das komplette Fundament der bisherigen „Rosario + Vampire“-Serie auf den Kopf stellt. Es wir nämlich nicht nur ein vertiefter Einblick in die Erinnerung von Vampir-Moka gegeben, die eigentlich vollständig versiegelt durch die Gegend läuft. Es wird hier eine vollständige Origin-Storyline für beide Mokas inklusive der Akashia-Familie durchgerockt, während in der „realen Welt“ ein überfall einer verfeindeten Mafia-Familie auf das Wong-Anwesen stattfindet. Angeführt von niemand anderem als Mokas Halbschwester Akusa Shuzen, die absolut niedrigste Motive hegt. (Die in ihrer Natur vollständig verwirrend sind.)

Was man in dem Band erfährt ist sozusagen die neue Grundlage, auf der vieles aufbauen wird, was vermutlich zum Zeitpunkt der ersten Season von Rosario + Vampire noch gar nicht angedacht war. Das Setting einer losen Teenie-Komödie mit Ungeheurn und Monster-of-the-Week-Episoden entwickelt sich hier entgültig zu etwas mit deutlich mehr Drama. Die genaue Richtugn dabei ist zwar noch nicht ausformuliert (zumidnest sieht es so aus), jedoch werden durch die Halbschwester von Moka ein paar Hinweise gegeben, was jetzt das Thema sein wird. (Es ist nicht so weit von dme entfernt, was wir bislang hatten, wenn mal sowas wie ein Metplot um rebellische Figuren jenseits irgendwelche Schuhl-Rowdies präsentiert wurden. Nur das die Bedrohung auf der angewandten Skala nicht merh abgebildet werden kann. (Es gibt also eine ganze Menge Forshadowing hier. Zumidnest wenn es darum geht, was eventuell in der weiteren Zukunft Thema werden könnte.)

Fazit

Eine Äußerst interessante Geschichte, die jetzt zum ersten mal bewusst Moka in den Vordergrund der ganzen Geschichte stellt. (Als währe sie nicht bereits von Anfang an als das zentrale Element der Serie aufgestellt gewesen.) Die Erzählung ist schön, wenn auch extrem düster und mit Akua wird eine irgendwie sympathische Psychopathin eingeführt.

Vor allen Dingen ist die hier präsentierte Story wieder deutlich interessanter, als der Krmapf, der der vorausgehende Band war.

Dienstag, 27. Juni 2017

Von den Ruinen eines Beitrags [Karneval der Rollenspielblogs]


Ruinen, Ruinen… der Karneval der Rollenspiele diesen Monat raubt mir gerade den letzten Nerf. Nachdem mir nämlich letzten Monat im Grunde die Situation auf der Arbeit die Zeit geraubt hat, einen entsprechenden Artikel über den Lebensraum von Spielercharakteren zu verfassen, will ich zumindest dieses mal wieder mitwirken (und mir ist bewusst, dass ich für meine übliche Taktung bereits im Verzug bin… die zweite Woche in Folge.)
Und ich muss ehrlich sagen: Für den Augenblick stehe ich da ein wenig Ratlos, wie ich mit dem Thema umgehen soll. Normalerweise ist meine Vorgehensweise am Anfang meistens sehr assoziativ geprägt, einige Ideen kommen zusammen, springne heir und da hin… und diesmal bin ich eigentlich nur am rumgooglen und hänge in Erinnerungen an meine Kindheit fest, die mich und meinen Vater gerne mal an diverse Flüsse in in Deutschland geführt haben, um Burgen zu besichtigen. Den Anfang machte dabei ganz explzit Burg Drachenfels, bei der es sich tatsächlich um eine Ruine handelt, nur um dann über die nicht so verfallenen Burgen Katz und Maus zu stolpern (deren Burgbesitzer wohl doch nicht so ganz verfeindet waren, wie es der Name eigentlich vermuten ließe), während ich überlegte, welches Burg-Museum es eigentlich war, in dessem Folterkammer ich damals ein bisschen was über die entsprechenden Werkzeuge erfahren hatte, nur um dann bei Loreley-Felsen zu landen, wo ja dem romantischen Kunst-Sagen nach eine sirenenartige Nymphe den Schiffsführern den Kopf verdrehte und diese dann ihr Schicksal in den Riffen rund um den Felsen ihr Schicksal fanden. (Weswegen das Flussbett des Rheines auf dem Grund von Schiffswracks – also Ruinen im übertragenen Sinn – geradezu gesättigt sein müsste.)
[Nicht zu vergessen, dass da auch noch die Schandstrophen aus der Studenten-Zeit meines Vaters in meinem Kopf rumgeistern, welche das Lied der Loreley ergänzen. Ganz wichtig dabei die Ergänzung zur Vorletzten Strophe: „Und da macht er falsche Schritte, und da saust er in die Tiefe. Und das war ihm recht geschehen. Denn was hat so ein Lausebub auch nach dem Frauenzimmer zu sehn?“]
Und genau das ist jetzt auch gerade irgendwie die Krux bei der ganzen Sache: Ruinen sind für mich nicht unbedingt Orte des Abenteuers, sondern lediglich Kulissen. (Unglaublich spannende Kulissen, wenn man sich mal vor Augen hält, was man in der Realität in der heutigen, sehr touristisch Aufbereiteten Ära solcher verfallener Gebäude dort „erleben“ kann. Aber nichts desto Trotz muss ich diesen sehr speziellen Punkt festhalten: Sie sind nichts weiter als all zu offensichtlich dahingepinselte Hintergrundwände im Theater, die man braucht, um zumindest symbolisch Angedeutet festzuhalten, dass die Handlung „irgendwo“ passiert. Ich glaube, dass das auch der Grund ist, warum in verschiedenen, moderneren Inzenierungen verschiedener klassischer Theaterstücke die Bühnenarchitektur – soweit wir hier von im Fernsehen übertragenen Stücken reden – weitestgehend reduziert wurde. Soweit, bis kein Ort, sondern nur noch Handlung übrig blieb. Das ist natürlich ein Umstand, den viele Personen dann natürlich nicht mochten und die pompösen Inszenierungen in klassischen Kostümen herbeiflehten.) Wie auch immer, ich schweife ab.
Der Grund warum ich Ruinen als so dermaßen losgelöst von Möglichkeiten betrachte hängt vermutlich tatsächlich damit zusammen, dass jegliche Handlung, die innerhalb eines solchen Gebäudes stattfindet, nicht länger der Funktion des ursprünglichen Gebäudes entsprechen kann. (Vergleichbar mit der Höhle von Lascaux, deren Wandmalereien wir ja in diesem Fall als Hinterlassenschaft ihrer Kultur betrachten, deren genaue Bedeutung innerhalb dieser Kultur wir aber auch nur bestenfalls erahnen können.) Und das macht halt eben auch, wenn wir uns die gesamte Pop-Kultur mal ansehen, zu großen Teile bestimmte Dinge aus: Ruinen werden für neue Zwecke genutzt und nur ganz selten erfährt man darüber hinaus, dass diese Verwendug eventuell mehr Schaden als tatsächlichen Nutzen mit sich gebracht hatte. (Ein konkretes Beispiel sind da mMn die Tempelruinen von Yavin IV aus Star Wars IV – A new Hope. Zumindest hat sich im – mittlerweile traurigerweise zu den „Legends“ degradiertem – expandet Universe herausgestellt, dass die Rebellenallianz zu diesem Zeitpunkt ihren geheimen Stützpunkt ausgerechnet inmitten eines Mausoleums eines dunklen Lords der Sith errichtet hatte. (Das kann man innerhalb der Comic-Geschichten rund um die „Exar-Kun-Kriege“ nachlesen, sowie in der Jedi-Akademie-Trilogie von Kavin J. Anderson.)
Der Punkt bei dieser Sache ist, dass der spannenste Moment „mit Ruinen“ in meinen Augen einfach immer dieser Augenblick wäre, wo plötzlich eine bis dahin unbedachte Wahrheit ans Licht tritt und alle beteiligten sich denken müssten „Au fuck: Wir sind gefickt!“ (Und da währen wir dann auch plötzlich irgendwie bei einem sehr aktuellem Thema unserer Zeit, nämlich der Frage nach dem nachhaltigem Umgang mit dem Umgang mit atomaren Abfällen.)
Wir kennen ja jetzt alle hier hoffentlich noch die Zeichentrickserie der „The real Ghostbusters“, welche im Keller ihrer alten Feuerwehrwache eine sogenannte „Containment Unitaufgestellt hatten, in der sie ihre entsprechend eingefangenen Geister einlagerten. Meine überlegung dabei wäre jetzt, dass eine entsprechende Ruine das selbe Problem in Grün nur auf einer anderen Skala darstellen würden. Also ein einst gewaltiger Tempel, dessen Mauern tatsächlich nur dazu dienten die Essenz von etwas für immer zu verschließen. Allerdings waren die Erbauer dieser Anlage auch nicht so dumm anzunehmen, dass sie ewig existieren könnten, um diesen Ort zu bewahren. Also wurde als zusätzliche Abschreckung das gefährlichste Wesen mit der längsten Lebenszeit im inneren dieser Mauern auf ewig angekettet.
In der Gegenwart ist diese Wesenheit jetzt tot, der Tempel selbst bereits vermeitlich zerfallen, aber seine eigentliche Funktion übernimmt er immer noch. Nur das sich rund um das Skellet einer als Mittlerweile ausgestorben geltenden Monsterart jetzt ein gefährlicher Kult gebildet hat.
Soweit so gut: Wenn jetzt durch irgendeinen dummen Zufall genau das Element ins Spiel gebracht wird, welches den Schlüssel zum magischen Schloß dieser Ruine darstellt (und das kann noch so absurd sein: Von tropfemdem Vanille-Eis über dem Blut einer Jungfrau bis zum Urin des Sohns von einem Werwolf und einer Tieflings-Schurkin, der in einer Vollmondnacht vergossen wird, ist da erstmal alles denkbar) könnte man auf diesem Weg die Hölle losbrechen lassen und entweder sind die vermeitlichen Helden in dieser Konstellation damit beschäftigt zu fliehen oder aber eine Lösung aus den Echos der Vergangenheit zu finden, wie man die sich in Stufen aufbauende und bemerkbar machende Gefahr eventuell doch nochmal verhindern kann.


Zumindest wäre das bereits alles, was mir gerade spontan einfiele, was man aus dem Thema Ruinen eventuell noch herausholen kann. Andere mögen mir dabei vollkommen wiedersprechen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: Akhisa Ikeda: Rosario + Vampire Season II Band 07

Cover: Akihisa Ikeda
Rosarion + Vampire
Season II Band 07
Verlag: Tokyopop
Ich bin mla wiede rdazu gekommen, ein paar Ausgaben von Rosario + Vampire durchzugehen. Wo der letzte Band aufhörte, nämlich mit der Verwunderung darüber, dass sich „Vampir-Moka“ nicht wieder in die Moka-chan zurückverwandelte, nachdem sie einen Tag über unversiegelt durch die Gegend lief, fängt der siebte Band jetzt wieder an. Und zwar mit der offenbahrung der beiden Wong-Geschwister, dass sie bereits erkannt haben, dass das Siegel an Mokas Hals durch die lange Zeit des „Offenstehens“ mit einem mal große Beschädigungen weit jenseits des normalen reparierbaren erlitten hat. (Scheinbar ist das Siegel ausgeleiert.)
Da dummerweise nru eine einzige Person sich anbietet, diesen Schlamassel wieder gerade zu rücken, nimmt die Klicke das Angebot der Wongs doch noch an, gemeinsam mit ihnen nach China zu fliegen um dort den „Unbesiegbaren des Osten“ zu begegnen. Jenseits der Tatsache, dass dieser Trip für die meisten die erste Möglichkeit ist, überhaupt eine Landesgrenze zu überschreiten, stoßen sie immer wieder auf Fairy Tails spuren, die ein ungewöhnlich starkes Interesse an Vampir-Moka zeigen. (Nicht zuletzt, weil ein zweiter Handlungsstrang offenbart, dass ausgerechnet Mokas Familie mit einem mal eine vollständige Unterstützung von Fairy Tail offenlegt.)

Ich habe schon häufiger geschrieben, dass es gerade bei solchen längeren Manga-Serien immer wieder „Zwischengeschichten“ gäbe, die einen von zwei Faktoren erfüllen: Entweder wird das Setting aufgebohrt und um neue Elemente ergänzt, oder man braucht ein wenig Füllmaterial, bis die nächste Katastrophe eingtritt. Dieser Band liest sich in vielen Bereichen so, als würde er tatsächlich beide Faktoren gleichzeitig erfüllen müssen. Zum einen wird erklärt, aus was die Wong-Familie sich zusammensetzt. (Ebenso wie mit dem „Unbesiegbarem des Ostens“, einem kleinen, notgeilem Komik-Relief mit Cosplay-Fetisch, ein weiterer der „drei Könige des Jenseits“ präsentiert wird, von denen wir bislang nur den Direktor der Yokai-High kannten. (In diesem Fall wird außerdem offensichtlich, dass man einen starken Kontrast zu diesem eher finster Wirkendem Charakter schaffen wollte, der zwar ebenfalls einen gewissen Humor ausstrahlte, der allerdings deutlich bitterer ist.) Und über das Stilmittel des Rückblicks wird außerdem noch die Geschichte von Mokas Familie erzählt, die bislang auch eher unklar definiert wurde. Allerdings erfahren wir hier auch nur, dass die Shuzen-Familie aus wesentlich mehr Halbgeschwistern besteht, als bislang angenommen.

Der Band ist insofern nicht uninteressant zu lesen, funktioniert sogar innerhalb des neuen Ansatzes, der mit der „Season II“ angestoßen wurde, relativ gut. Allerdings muss man hinzufügen, dass der unüberwindbar platte Humor mit dem ständigen, für die Serie typischen, sich irgendwie ständig marginal steigerndem Gewaltgrad etwas seltsam ist. Hier wird nicht direkt die normalerweise typische „Monster of the Week“-Beseitigung in beiden Geschichten angegangen (auch wenn diese natürlich ebenfalls forhanden ist), allerdings haben wir dafür die überdrehte Teenager-Variante des üblichen „Don‘t Split the Group“, weil sich irgendjemand ein wenig Spaß gönnen wollte.

Fazit


Durchaus Lesenswert, aber eher auf niedrigem Niveau. Es passt in die Serie als Gesamtgeschichte, ist dabei aber einer der bislang schwächsten Bände.

Montag, 12. Juni 2017

Rezension: Freitag der 31 (Hack/Slash Band 03)

Cover: Freitag der 31
(Hack/Slash Band 03)
Verlag: crosscult
So, ich greife gerade aus unterschiedlichen Gründen ein paar Serien wieder auf und versuche die dann auch hier im Blog weiter zu besprechen. Mit dem als „Freitag der 31“ bezeichnetem dritten Band veränderten die Macher hinter den Geschichten rund um Cassie Hack langsam aber sicher ihre bis dahin beibehaltene Erzählweise. (Unrsprünglich war Hack/Slash eine Aneinanderreihung von Mini-Serien, nicht mehr als 2 oder 3 US-Comichefte lang. Das wurde beigelegt, als mit Hack/Slash The Series eine fortlaufende, mehr oder weniger stringente Erzählung aufgebaut wurde.)

Doch das ist nur der zweite Teil dieses dritten Bandes. Den Auftackt macht dabei macht ein weiteres Gesicht aus den späten 80ern, dass zwar grob in das Slasherbild von Hack/Slash hineinpasst. (Ich hatte in meiner ersten Rezension bereits Kritisiert, dass Slasher hier zu Untoten umgedeutet werden. Und das alles nur, um die Thematik des Tötens von eigentlich „nur“ psychisch gestörten, hochgefährlichen Individuen besser rechtfertigen zu können.)

In der Geschichte „Hack/Slash vs Chucky“ wird die Geschichte rund um Spring Break aus dem ersten Band noch einmal aufgegriffen, indem die Täterin dieser Geschichte, Laura, als schwerverwundete Person mit hochgradigen Verbrennungen Cassie und Vlad auflauert und mit Hilfe eines magischen Amulettes einen Körpertausch durchzieht, so das ihre Persönlichkeit im Körper von Vlad steckt und Vlad in der verbrannten Ruine, die einst Lauras Körper war.
Wie sich herausstellt hatte Laura diesen Trick aber nnicht allein gelernt (respektive in einer Bibel als Randkommentar gefunden) sondern bediehnte sich heir der Macht von niemand anderem als Charles Lee Ray, in der Popkultur besser bekannt als „Chucky: Die Mörderpuppe“. (Den sie natürlich hintergangen hatte, nachdem sie gelernt hatte, was sie lernen musste.)
Natürlich sind das beseelte Stück Plastik jetzt auf Rache und auf diese Weise kommt es zu einem – man möchte fast meinen verhängnisvollem – Bündnis zwischen der „Slasher“-Puppe und der Slasherjägerin. Problematisch ist nur, dass Laura letzten Endes ihre Rache an Cassie nicht darauf reduziert hatte, Vlads Körper zu stehlen, sondern dass sie ein Exempel statuieren will, dass jede Person mit einschließt, der Cassie in den vorausgegangenen Bänden geholfen hatte. (Und natürlich verspricht Cassie, dass sie Chucky nur dabei behilflich sein wird, zu sterben.)

In der hier abgebildeten ersten Geschichte aus „Hack/Slash: The Series“ geht es im Grunde darum eine ganze Menge Worldbuilding zu betreiben, dass bis dahin eigentlich ausgelassen wurde. Hier wird die Figur der Cassie Hack noch einmal aufgdröselt, während sie von einem gehäuteten Psychologen malträtiert wird und zum anderen werden im Anschluss ein paar Figuren eingeführt, die langfristig für die Serie von Bedeutung sein werden. Die Basis dieser Geschichte könnte nicht Klischeemäßiger sein: Ein erfolgloser Hairmetal-Musiker versucht sein Karriere einen Anschub zu geben,indem er seine Seele dem Teufel verkauft. Als Gegenleistung muss er regelmäßig Jungfrauenopfer bringen. (Wobei der Rest seiner Band untote Puppen in Transportkisten sind. Die mussten nämlich zuerst dran glauben.) Das hier ist eigentlich keine Geschichte, wie sie rund um Slasher im strengen Sinn erzählt wird. (Allerdings Pfeift Hack/Slash ja so oder so auf die entsprechende Definition des Slashers.) Viel mehr haben wir hier eine Geschichte mit gorßen alten Göttern, die jenseits der Zeit schon da waren, einem Haufen entstellter Wesen, die irgendeinem besonders schlechtem Fiebertraum entsprungen zu sein scheinen, und einigen Anspielungen auf Elvis und die Azteken-Kultur. Wie man das jetzt letzten Endes dann tatsächlich vernünftig einordnen kann, muss man abwarten. Die Ideen sind aber irgendwie schon da. Sie weichen nur sehr stark vom eigentlich erwartetem Geschehen ab.

Illustrationstechnisch fällt die Serie wie so oft unter „Geschmacksache“. Die „Hack/Slash vs Chucky“-Geschichte orientiert sich an einem stark realistischerem Stil auf der ganzen Ebene. Das heißt, wir haben hier alles so weit gestaltet in einer sehr dunklen Farbgebung, dass man das Ganze durchaus mit größeren Verlagen vergleichen kann. Der Bereich von „Hack/Slash: The Series“ hingegen ist in einem Stil gehalten (gerade bei der Colorierung) der gelegentlich kleineren Verlagen wie Devils Due Publishing geren Forgeworfen wird. Hier erinnert einiges an einen Stil, der ursprünglich irgendwo zwischen japanischer Anime-Art und dem Cel-Shading von Nintendos „The Wind Waker“ einzuordnen ist. Das Ganze wirkt stellenweise aufgrund des Hintergrundes der Geschichte manchmal ein wenig deplaziert. Jedoch, wenn man anstelle einer Detailverliebten kleinstverordnung sich die gesammte Geschichte ansieht, wirkt es dennoch sehr stimmig. Das heißt, selbst wenn DDP hier eventuell aus der Not eine Tugent gemacht haben sollte, so wurde die Wahl dennoch nicht vollständig verhunzt dargebracht. (Und gerade aus meiner Perspektive hat gerade dieser doch sehr spezielle Stil in der gesammten Gestaltung den großen Reiz der Comics von Hack/Slash ausgemacht, weil ich „damals“ erst zum Start von „The Series“ auf die amerikanische Erstveröffentlichung aufmerksam wurde.)

Fazit

Grundlegend bleiben bestimtme, kritisch zu betrachtende Aspekte natürlich weiterhin bestehen. Slasher sind halt keine klassischen Filmmonster, sondern unverständliche, aber menschliche Wesen, die das nackte Grauen auslösen. Von daher ist und bleibt dieser Teil der Welt von Hack/Slash etwas, wo man als Fan sich überlegen sollte, ob man das wirklich so interpretiert sehen möcht, zumidnest was die Filme angeht. Dementsprechend unpassend scheint auch die verbindung mit dem Chucky-Franchise ersteinmal. Wenn man aber jenseits dieser Sache sich einfach nur die Story ansieht bleibt alles insgesamt aber eine Runde, unterhaltsame Erzählung, die zwar noch Stellenweise nicht gänzlich zu Ende konzeptioniert wirkt – gerade weil man hier vom Ursprünglichen Kurzgeschichten Tripp abweicht, eine Art „Scooby Gang“ schafft und dadurch mehr Verbindungen und Figuren einführt, mit denen die Geschichte spielen will/muss. Trotzdem bleibt dieser Anfang insgesamt eine sehr schöne, düstere und stellenweise bitterböse gestaltete Bildergeshcicht,e die Spaß macht und sich gerade deswegen lohnt.

Freitag, 9. Juni 2017

RPG-Blog-o-Quest #21: Blogs

Die Blog-o-Quest ist ja jetzt sowas wie ein kleiner Stammzeitvertreib für mcih über das letzte Jahr geworden, da ich immer wieder mal auf die Fragen zurückgreife. Jetzt haben Würfelheld und Greifenklaue das Ganze ein wenig verändert, indem sie auch mal andere Fragensteller ran ließen, was an sich ja eine gute Idee ist. (Nur konnte ich in den entsprechenden Monaten nichts mit den entsprechenden Fragen anfangen.) Jetzt hat Würfelheld mal wieder das Steuer in die Hand genommen und dabei ein Thema rausgepickt, bei dem ich zwar nicht unbedingt überragend glänzen kann, aber eventuell doch ein paar interessante Antworten unter Umständen abliefere.



1. Warum hast Du Deinen Blog gegründet/gestartet?
In welcher Inkarnation der Überlegung? Ich meine: Angelegt habe ich den Blogacount way-back in 2011, weil ich meinte irgendwas zum zusammentragen meiner Ideen für das Rollenspiel Unknown Armies zu brauchen. (Woher auch die Sache mit dem Begriff des tiltens herrührt, was eine direkte Anspielung auf die Einflußnahme der Avatare aus UA auf die Realität ist.) Dummerweise war ich damals mal wieder von emotionalen Downs geplagt und konnte mich auch nicht wirklich zu der Routine bringen, mich einfach hinzusetzen und entsprechende Ideen mal einfach so aufs Papier zu rotzen. (Das hat dann damals auch dazu geführt, dass ich mich erstmal dem Rezensionsteam der Blutschwerter angeschlossen habe, um auf diesem Weg dann wenigstens entsprechende Schreibroutinen aufzubauen.)
Wirklich Richtig losgegangen hier auf dem Blog ist es dann eher 2013/2014, als ich ein paar extreme Fehlschläge in meiner Lebensplanung hinnehmen musste. In gewisser Weise haben mich seitdem der Blog und meine Katzen daran gehintert einfach durchzudrehen. (Klingt auch irgendwie seltsam: popkulturelle Schreibarbeit als Psychotherapie.) „Tilting my World“ ist es dabei allerdings geblieben, weil ich den Account schon hatte und der Titel des Blogs zumindest eine gewisse Symbolische Bedeutung für meinen derzeitigen Zustand immer noch darstellt.
2. Hat sich Dein Blog so entwickelt wie erhofft?
Ähm… nein: Aus einem UA-Fanblog wurde ein „Orakel schreibt (über) komisches Zeug“-Blog. Das ist allerdings auch gut so. Technisch geht es jetzt hier um Dinge die mich gerade umtreiben. (Weswegen ich auch schon mal jenseits von Rollenspiel und Pop-Kultur Themen aufgreife, einfach weil die für mich wichtig sind.) Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass mir Youtube als ergänzendes Medium Spaß macht. (Ich komme aufgrund des Aufwands, den ein solches Video macht, nur eher selten dazu Dinge aufzuzeichnen.) Man kann sagen: Der Blog hatte Anfangs kein klares Konzept gehabt, ist aber mittlerweile zu etwas geworden, von dem Ich Anfangs in dieser Form nie gedacht habe, dass das Möglich ist. (Wenn auch in letzter Konsequenz ganz klar dabei ein „für mich“ hinten dran gedacht werden muss.)
3. Wird es 2017 auf Deinen Blog kostenlose Abenteuer geben? Wenn „ja“ für welche Systeme?
Da sprichst du gerade was an. Aufgrund meiner derzeitigen Situation bin ich ehrlich gesagt nicht unbedingt die beste Wahl, was den SL-Job angeht. Ich habe einfach nicht die Zeit Dinge auszuarbeiten, um sie auf Spieltischniveau zu bringen. (Geschweige dann für andere Aufzubereiten, um sie ins Netz zu stellen.) Von daher bin ich Froh, dass ich wenigstens Spieler sein kann. (Den SL-Job will ich gerne als Übung in der Methodik wieder ergreifen, wenn sich da in meinem Leben Dinge geändert haben… und da muss ich endlich zusehen, dass ich einen Radikalen Neustart hinlege.) Allerdings war dann ein anderes Phänomen, das mir gelegentlich über den Weg läuft doch aufgefallen, um wenigstens einen kleinen Teil dazu beizutragen. Ich versuche mit den SLC-Konzepten seid ich sie mit den Gray-Brüdern angefangen habe immer wieder mal Methodisch Aufzuzeigen, dass dieses „Aber ich habe doch keine Ideen“ ein eher fadenscheiniges Argument ist. (Schon allein deswegen, weil wir relativ Postmodern nach der Devise „Everything is a remix“ leben.) Mir geht’s eigentlich nur darum aufzuzeigen, dass man gerade in unserem Hobby keine Angst davor haben sollte, so viele Ideen wie nur eben möglich zu klauen… solange man einen möglichst breiten Fundus an Ideen anderer Leute hat, um sie neu zu verknüpfen. (Also Medienkonsum ist ganz wichtg. Lest also mal wieder mehr… zum Beispiel die ganzen Comics die ich hier auf dem Blog rezensiere. XD )
4. Was wünscht Du Dir von Deinen Followern?
Ich hab Follower? Ersthaft? Wer seid ihr?
Okay, Scherz beiseite: Ich denke mal, dass es mir so wie den meisten anderen geht, die diese Frage beantworten: Ich würde gerne mehr Kommentare von meinen Lesern sehen. Ich weiß von Infernal Teddy, dass er den Blog verfolgt und von einem Freund aus Münster, dass er regelmäßiger Leser ist. Aber ansonsten? Laut der Blogspot-Statistik generiere ich zwischen 1500-2000 Seitenaufrufe im Monat. Wenn man davon mal die Hälfte als potentielle Bots abzieht bleiben immer noch sehr viele mögliche Leser, von denen ich nicht weiß, wer die sind. (Durch Zufall habe ich mal herausgefunden, dass Greifenklaue in seinem Forum gelegentlich auf Rezensionen von mir verlinkt. Beim Rest bin ich echt neugierig, wer das sein mag. Vor allen Dingen verwundert es mich immer noch, dass es anscheinend tatsächlich Leute gibt, die mein Zeug lesen.)
5. Welche drei anderen Blogs verfolgst Du am liebsten?
Uff… das ist jetzt schwierig, weil ich in der Regel via RSP-Blogs einfach so auf Artikel klicke, deren Überschriften ich gerade interessant finde. Von daher ist meine persönlich Wahrnehmung da ein wenig verschwommen.
Hmm… wo ich immer mal wieder draufklicke, wenn ich so drüber nachdenke:
Neue Abenteuer: Sollte eigentlich wenig verwundern, wenn man die enge Verbindung zwischen Caninus, Infernal Teddy und mir bedenkt. Zum einen mag ich Teddys Art zu denken. Zum anderen habe ich immer noch einen Login-Account drüben und sollte so langsam aber sicher mal wieder zusehen, dass drüben ein paar Rezensionen von mir wieder auftauchen.
Seelenworte: Ich habe den Dorp-Cast schon eine ganze Weile verfolgt, bis ich mich das erste mal dazu aufgerafft hatte den beim Sermon regelmäßig genannten Blog von Thomas Michalski aufzurufen. Und was mich immer wieder dorthin treibt ist diese unglaublich umfassende Sichtweise, mit der Thomas sich ständig auf alles mögliche zu popkulturellen Themen äußert.
Playing D&D with Pornstars: Fragt nicht was mich ständig dazu bringt, ausgerechnet auf diesem Blog zu landen, seitdem Andreas Melhorn vom Buch Eibon ihn vor Jahren (damals war er noch bei Wordpress) immer wieder empfohlen hat. Ich verstehe es selber nicht. Eventuell ist es dieses abstruse Faszination, dass jemand mit einem ähnlichen Hintergrund wie ich (Kunst) ausgerechnet in die Porno-Industrie getrieben hat, um es dann zusätzlich noch über das Internet in unseren Hobby zu einer gewissen Bekanntheit zu bringen. Oder es ist die Faszination, dass eine der Damen aus seiner Runde mittlerweile ebenfalls einen gewissen Nerd-Ruf weghat und bei Geek&Sundry mitmischt. Das wird wohl auf ewig ein unbeantwortetes Rätsel bleiben.
Bonusfrage: Was würdest Du gerne an Deinem  Blog ändern wollen?
Rein vom äußeren Erscheinungsbild her bin ich froh etwas gefunden zu haben, dass mir mit ein paar Klicks die Möglichkeit bietet, Dinge schnell und einfach zu präsentieren.

Was ich in erster Linie bräuchte wäre Zeit. Zeit um an ein paar Ideen rumzuschnitze, eventuell eine zusätzliche Artikelserie auf die Beine zu stellen. Und um mich in den ganzen grafik-Kram reinzufuxen. Naja: Schaun wir mal. Aktuell bin ich gerade dabei ein wenig Hardwareseitige mich neu aufzustellen. Der ganz große Wunsch dabei ist ein Grafik-Tableau. Eventuell schaffe ich es dann doch mal hier und da selbst die eine oder andere selbstentworfene Grafik und Illustration ins Spiel zu bringen. Aber das sind Zukunftsträume bis jetz tnoch.

Montag, 5. Juni 2017

Rezension: Akihisa Ikeda: Rosario + Vampire Season II Band 06

Cover: Rosario + Vampire
Season II Band 06
Verlag: tokyopop
Mit dem sechsten Band der zweiten Season wird ein neues Problem eingeführt, dass über die Hälfte des Bandes einnimmt. Mit der Figur „Fang-Fang Wong“ (und das ist noch nicht das schlimmste an chinesischen Klischee-Namen in diesem Band) wir der Sohn einer chinesischen Mafia-Familie eingeführt, der Tsukune unbedingt als Teil seiner Familie gewinnen will. (Warum das der Fall ist, wird nicht erklärt. Es geht aber darum, dass der Wong-Clan anscheinend starke streiter von der Yokai-High abwerben will. Und Tsukune hat in den letzten Bänden genügend Fähigkeiten utner beweiß gestellt… oder zumindest meint Fang-Fang das.)
Im Grunde geht es danach um einen ständigen Wettstreit und allerhand absurder Wetten, die Fang-Fang beginnt, um Tsukune auf diesem Weg dazu zu bringen, für die Wong-Familie zu arbeiten.
Auf diese Weise muss sich Tsukune eines Phöbnix erwehren (was nur mit Hilfe von der anderen Moka gelingt) und außerdem ein eigentlich „normales“ Sportfest überstehen (was nur durch Mithilfe der Mütter des Harems gelingt.)
Die abschließenden beiden Storys greifen dabei Elemente auf, die wir bereits teilweise aus vorangegangen Bänden kennen und deuten diese dann neu um. In „Das Gedanken-Übertragi“ erfindet Yukari ein Gerät, dass es ihr ihrer Vorstellung nach ermöglicht, ihre Gedanken und Gefühle auf einem direkten Weg mit Tsukune zu teilen. Bis es Fang-Fang in die Hände fällt und zwischen den beidne ein Körpertausch stattfindet. (Und dummerweise auch noch ein Körperausmesseung am selben Tag passiert.) Das hat anschließend zu Fogle, dass allerlei „Notgeilen“-Witze auf die eine oder andere Weise mit eingebracht werden und mal wieder auf der körperlichen Unausgereiftheit von Yukari rumgeritten wird. (Wir erinnern uns: Eigentlich ist sie nur deswegen in derselben Klasse wie Tsukune und die anderen, weil sie für Yokai-Verhältnisse als Hochbegabt gillt.)
In „Der Schwachpunkt“ geraten die beiden Mokas auf geistiger Ebene aneinander und schließen einen Handel ab: Moka lässt sich für einen Tag das Siegel abnehmen um ihrem versiegelten Teil in der Zeit die überhand zu lassen. Was leider zur Folge hat, dass die Küche abbrennt und ein neues Problem am Ende des Tages sich urplötzlich einstellt.

Ich habe ja schon zum letzten Band geschrieben, dass ich die Story vom Aufbau her nicht so schön fand. Das trifft hier nicht ganz zu. Der neue Faktor Fang-Fang (und damit verbunden die ganzen überklischeemäßigen, chinesischen Namen die noch auftauchen) wirkt erstmal irritierend. Die Tatsache, dass die Erzählweise ovn Rosario + Vampire übertrieben schnell abfolgen muss – was scheinbar der ursprünglichen Veröffentlichung als kapitelweise Erzählung in einem wöchentlichen Manga-Magazin geschuldet ist – lässt hier wenig Freiraum um einen solchen Faktor tatsächlich vernünftig einzubauen und zu erzählen. Daher wirkt die Story rund um den Mafia-Sohn, der neue Mitglieder für seinen Clan anwerben will, einfach unglaublich platt aufgemacht. (Unabhängig davon, dass abseits der bisherigen Harme-Storyline jetzt mit einem mal der Polygamie-Witz, den man eigentlich viel früher erwartet hätte, zum ersten mal bemüht wird.)
Insofern dreht sich die ganze Zeit über der Inhalt des Bandes um einige wirklich sehr platte und geradezu abgedroschene Witze, die man eigneltich schon zur Genüge wahrgenommen zu haben meint. Es ist zwar immer noch der übliche, etwas wirre und übertriebene Stil dabei, der die Geschichten bislang auch geprägt hat, allerdings kommt jetzt anscheinend entgültig eine gänzlich andere Komponente in die Erzählweise, die zumindest hier noch nicht ganz so genau weiß, worauf sie eigentlich hinauswill.

Fazit

Ich bin enttäuscht ist nicht das richtige Wort. Ich mag die Reihe eigentlich zu sehr, gerade weil sie die meiste Zeit irgendwo an der Grenze tanzt, was die übliche Abgdrehtheit zwischen Romantik, Erotik und ein Hilflosigkeit auf der einen Seite angeht, auf der anderen Seite dann aber noch nicht ins Ordinäre übergeschwankt ist. Dieser Band hier ist vom Stil der Erzählung eindeutig auf die andere Seite eben stark rübergekippt und ich weiß in diesem Augenblick einfach nicht, wie ich das Ganze weiter einordnen soll. Wie sich die Geschichte von Rosario + Vampire entwickelt müssen die anderen Bände zeigen. Auch ob das ganze einfach nur ein stellenweises Tief ist und dannach wieder zu alten Stärken wiedergefunden werden könnte. Der Komik-Aspekt scheint im Moment sich jedenfalls doch etwas zu sehr in eine andere Richtung zu entwickeln, die nicht mehr ganz mein Humor ist.

Montag, 29. Mai 2017

RPC 2017: 30 Grad im Schatten.

Köln Messe/Deutz: Den Dom sehen und weitergehen.
Und wieder mal einen RPC-Tag durchlebt. Leider bin ich im Moment (wie so oft) mal wieder erst sehr spät in Köln an diesem Samstag aufgeschlagen. Man konnte eigentlich sagen: Als ich kam, gingen die ersten bereits wieder. (Oder so ähnlich.) Aber das sollte dem ganzen „Spaß“ natürlich keinen Abbruch geben. Zugegeben: Wenn man erstmal vom Bahnhof aus in Richtung Messe-Gelände stolpert ist der erste Anblick des bisherigen, leicht pompösen Einganges ein wenig ernüchternd. (Aktuell befindet sich scheinbar der komplette Platz in diesem Bereich in einer Dauerbaustelle mit aufgerissenem Beton-Boden. Jedenfalls konnte man deswegen nicht die entsprechenden Treppen hinaufsteigen und sich dabei fühlen, als würde man in einen Tempel der Nerdigkeit eindringen wollen.) Und die derzeitige Sicherheitslage hat wohl auch ein wenig ihr übriges getan: Das war jetzt das erste mal, dass ich noch vor dem Einlass meinen Rucksack vorzeigen musste, um zu Zeigen, dass da keine Anscheinswaffen sich drin befinden. (Meinen Witz, dass man die Kamera als Keule verwenden kann, konnte der Sicherheitsmann aber dann doch noch verstehen. Scheinbar war die Stimmung heute dann wohl doch nicht so schlecht gewesen, als das sich entsprechenden Leute die Laune vermisen ließen.)

Das bisherige Eingangsportal gleicht eher einer Mondlandschaft der Baustellenkultur.

Womit wir dann aber auch schon zur ersten großen Veränderung dieses Jahr kommen: Eigentlich wollte ich nur eben kurz einmal durch die untere Halle streifen um mir einen Überblick zu verschaffen. Womit ich dann nicht gerechnet hatte war, dass der Nerdpolstand anscheinend diesmal den Katzenplatz erhalten hat. (Die Halle hatte einen extremen Hall und leider taten dann die Jugger in direkter Nähe noch ihr übriges, um das Rundenleiten für alle betroffenen irgendwo zu einer Qual zu machen.) Dummerweise sah mich dann ausgerechnet Umbreon noch rechtzeitig, bevor ich einfach so am Stand erstmal vorbeilaufen konnte. (Wie gesagt: Ich wollte mir gerade ersteinmal einen Überblich verschaffen. Der Nerdpol wäre dann erst deutlich später wirklich angelaufen worden.) Im unteren Bereich war dann aber wie gesagt ansonsten „nüschts“. (Okay… ein Stand mit einer sehr großen Sammlung an Dart-Blastern, die man kurz eben im Vorbeigehen ansehen konnte, wäre durchaus noch erwähnenswert gewesen. Mein Punkt ist aber halt, dass ich – vom Nerdpol mal abgesehen – hier wirklich nichts gefunden habe, dass mich großartig fasziniert hätte.)
Kommen wir also zum Ersteindruck der oberen Halle: Es wirkte chaotischer als die Jahre zuvor. Insgesamt war wohl zum einen einiges Angewachsen, so das dieses mal wirklich mehr der Eindruck von Stand an Stand bestand. Auf der anderen Seite sah es aber auch so aus, als würde man weiterhin versuchen möglichst viel Raum für alles geben zu können. Das mag jetzt verwirrend klingen, hat aber etwas mit meiner persönlichen Erinnerung vom letzten Jahr zu tun: Letztes Jahr hatte ich mehr den Eindruck gehabt, dass die Halle sich sehr in Einzelständen verläuft. Dieses mal waren es dann mehr aneinanderhängende Pulks aus Kleinständen und dazwischen ungeordnete Wegreihen. Es gab zwar bestimmte, große „Hauptstraßen“, allerdings musste man wohl letzten Endes trotz allem in Planquadraten Rastafahndungsmäßig durch die Halle streifen, um irgendwie alles mitzubekommen. (So war Quasi einer meiner ersten Eindrücke ein Auftritt von jan Hegenberg, der auf einer der Indoor-Bühnen seinen alten Smash-Hit „Die Horde rennt“ zum besten gab… nur um dann deutlich später auf der Außenbühne noch weitere Lieder wie „Cheater an die Wand“ und „Alles wird sich ändern wenn ich Pro bin“ zu spielen.)

Cosplay machte diesmal eher
einen absurden Eindruck
Womit wir dann aber auch schon zu einem meiner ersten Eindrücke kommen, der hier rein subjektiv erwähnt werden muss: Gefühlt waren es dieses Jahr mehr Cosplay-Stände, die irgendwas ausstellten, als tatsächlich darstellende Cosplayer. (Das kann sowohl der späteren Urzeit, als auch der großen Hitze geschuldet sein, aber es ist wirklich schade, sollte dieser Eindruck auch einem Faktencheck bestehen können.) Das heißt zwar nicht, dass überhaupt keine entsprechenden Darsteller zu sehen waren, aber das, was ich zumindest gesehen habe, konnte nicht so wirklich überzeugen.

Womit wir auch schon sehr viel von dem gesagt haben, was im weitesten Sinne so an allgemeinen Eidnrücken zu erwähnen ist. Wei gesagt: Planquadrate laufen war dieses Jahr angesagt, um Dinge zu finden. Die erste zufällige Entdeckung in dem Bereich war dann der kleine Stand des System-Matters-Verlages. (An dem gerade Dorp-TV ein Interveiw mit dem Verantwortlichen durchführte.)
Von daher ging‘s daran vorbei, nur um später nochmal das ganze anzulaufen. (Ich mag ja ein wenig den Austausch mit der Szene und ihren Machern.) Lustig ist es nur dann, wenn man es irgendwie geschafft hat, im Gedächtnis mancher Leute zu bleiben. (Jedenfalls scheint mir das irgendwie auch schon mal wieder geglückt zu sein, in diesem Fall. Was auch noch irgendwie zu einem Gespräch über die Körpergröße mancher öffentlicher Personen aus der RPG-Szene Insgesamt, Lokal wie International, führte… aber auch bei Daniel Neugebauer irgendwie zum abschweifen führte.)
Anyways: Auch wenn ich den eigentlichen GRT verpasst habe, konnte ich hier doch noch die Old-School-Rollenspiel-Fibel dann mitnehmen. Und wenn wir schon mal dabei sind: Für Erdenstern musste ich dann tatsächlich den Hallenplan bemühen, weil ich deren Stand überhaupt nicht finden konnte. (Wie sich herausstellte, ruht sich das Trio zwar nicht auf dem vergangenem Ruhm aus, hatte aber trotzdem für den Augenblick noch nichts neues Vorzuweisen. Aktuell ist ein neues Album allerdings in der Mache, in der man Medleymäßig am Stand reinhören konnte, oder es direkt Vorbestellen konnte. Schade ist nur, dass die beiden Gesichter von Erdenstern anscheinend für den Augenblick darüber nachdenken die Spiel dieses Jahr sein zu lassen. (Dieser Plan ist wohl so auch noch nicht zu 100% in trockenen Tüchern, es klang allerdings schon sehr überzeugt.)
Klein und Sympathisch: Der System Matters Verlag

Die Autoreninsel war dann irgendwie interessant: Ich meine… ich kenne jetzt so gut wie keine Person von den Leutchen, die dort ihre Werke ausgestellt haben. Allerdings: Felix Münter war gerade irgendwo anders als an seinem Stand, als ich an diesem Vorbeiging… und die Voghts mussten anscheinend sogar ganz wo anders ein Tischchen platzieren, weil der ursprünglich für Sie vorgesehene Stand verschollen war.
Irgendwie der Standard-Zustand bei Ulisses:
Michael Mingers vor irgendeiner Kamera

Allgemein: Für Ulisses schien es der Samstag der laufenden Kamera gewesen zu sein. Ich bin etwas vier oder fünf mal an dem Stand vorbeigelaufen und Michael Minger (häufiger ohne als mit Markus Plötz) stand immer vor irgendeiner Kamera mit Videoaufnahme-Funktion und musste jemandes Fragen beantworten.
Und wirklich lange habe ich mich am Dorp-Stand mit Thomas Michalski ausgetauscht, der dieses mal keinen so platten Eindruck machte. ;) Allerdings konnte ich hier mal wieder meine Aktivitäten aus über 10 Jahren in unserer Szene unter Beweiß stellen… respektive: Thomas war ein wenig verwundert darüber, wie absurd unsere Szene doch am Ende verzahnt ist, als er erfuhr, dass ich eine Zeit lang Teil einer UA-Runde war, die von Tim Struck geleitet wurde.

Die letzte Stunde war dann allerdings vollständig dem Nerdpol-Stand gewidmet: Einfach nur an einem Tisch sitze und mit einem ganzen Haufen Gleichgesinnter Socializen, hat schon was. (Außerdem sind gerade die Gesichter hier diejenigen, die man wirklich nur einmal im Jahr wirklich treffen kann. Für alles andere gibt’s dann noch eventuell Zufall und die Spiel. XD ) Das war eine sehr schöne Möglichkeit den Tag ausklingen zu lassen und seine jeweiligen Erfahrungen und Meinungen nochmal Revue passieren zu lassen.
Socialising am Nerdpol-Stand:
Feder & MaxMonster (Aulucard von Hinten)


Aus dieser Perspektive war es wieder einmal eine gelungene Messe. Ich hoffe, dass ich nächster Jahr wieder die Zeit finden kann.
Meine diesjährige Ausbeute!